Anti-Gewalt-Training bei Straßengewalt

 

Das Anti-Gewalt-Training ermöglicht es Menschen ab 14 Jahren sich mit ihrer Gewaltbereitschaft auseinanderzusetzen und alternative Konfliktlösungsmöglichkeiten zu erlernen und zu erproben. Ziel des Trainings ist es durch die Stärkung der Sozialkompetenz und des Selbstbewusstseins konstruktive Wege für den Umgang mit Aggressionen zu entwickeln und positive Zukunftsperspektiven zu erarbeiten.

 

Zielgruppe sind Menschen, die…

… in Konfliktsituationen die Kontrolle verlieren

… mit aggressivem und grenzüberschreitendem Verhalten, insbesondere im schulischen und 

    familiären Bereich, aber auch im Kontext “Liebesbeziehung und Partnerschaft”

… die bereits aufgrund von gewalttätigem Verhalten straffällig geworden sind und eine richterliche

    Weisung erhalten haben

 

Ziele des Trainings sind:

  • Sensibilisierung bezüglich der persönlichen Gewaltbereitschaft
  • Übernahme von Verantwortung für die eigenen Gewalthandlungen
  • Sensibilisierung für die Opferperspektive
  • Thematisierung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Lösungsorientierte Auseinandersetzung mit der Tat
  • Entwicklung Erlernen von gewaltfreien Konfliktlösungs- und Selbstbehauptungsstrategien und Transfer in den Alltag  
  • Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Körperempfindungen
  • Erfahren von Selbstwirksamkeit und Selbstwert
  • kritische Auseinandersetzung mit Rollenbildern, Verhaltens- und Einstellungsmustern, die Gewalt befürworten

 

Voraussetzungen

Die Teilnahme an einem Anti-Gewalt-Training setzt ein Vorgespräch mit einer Trainerperson voraus. Eine Eigenmotivation ist wünschenswert, jedoch nicht Voraussetzung. Ausschlusskriterien sind u.a. Suchtmittelabhängigkeit (Alkohol, Drogen), Suizidneigung oder Grenzfälle zu psychiatrischen Krankheitsbildern.

 

Dauer und Umfang

 

I Hybridkurs

  • 10 Termine im Kurssetting zzgl. bis zu fünf Einzelgesprächen
  • 6-8 Teilnehmer
  • ein erlebnispädagogisches Angebot/ Einheit mit externen Trainern/innen
  • Begleitung über den Zeitraum von 3-4 Monate
  • aufkommende Konfliktsituationen im Alltag besprechen und bearbeiten

 

II Einzelsetting

  • 10 Termine à 60 Minuten
  • im Einzelfall Gespräche mit Erziehungsberechtigten und Kooperationspartnern
  • bedarfsgerechte Abstimmung auf den Menschen und seine/ihre Situation
  • Beginn des Einzeltrainings ist individuell möglich

 

Mögliche Verfahrenswege zur Aufnahme in das Training:

  • über das zuständige Jugendamt
  • über justizielle Maßnahmen
  • über eine schulische Auflage
  • freiwillige Kontaktaufnahme

 

Ansprechpartnerin:
Jana Fiehn

Soziale Rechtspflege Ortenau e. V.
Goldgasse 17/19,
77652 Offenburg
Tel. 0781-97049578

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